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Taijiquan nach Huang Sheng-Shyan

Huang Sheng-Shyan (auch: Huang Xingxian) war der Lehrer meines Lehrers Wee Kee Jin. Er lebte von 1910 bis 1992. Da mir zur Zeit seines Todes nicht einmal der Begriff Tai Chi bekannt war, habe ich selbstverständlich keine eigenen Erlebnisse oder Erfahrungen mit Meister Huang machen können. Er ist mir einzig durch die Erzählungen von Jin und eigenen Recherchen bekannt.

Der Kämpfer

Begonnen hat Meister Huang seine Kampfausbildung mit Fujian White Crane, sein Lehrer war nach Jins Angaben Xie Zhong Xiang oder Xie Zhongxiang (1852 – 1930). Weiterlesen

Taijiquan nach Cheng Man-Ching

Cheng Man Ch’ing (oder Zheng Manqing) lebte von 1900 – 1975, daher konnte ich auch ihn und sein Taijiquan leider nicht persönlich kennenlernen. Das hätte ich gern, denn ich habe einiges über ihn und sein Leben gelesen, was ich mit eigenen Eindrücken gerne würde abgleichen wollen.

Taijiquan in Lang- und Kurzform

Er lernte und unterrichtete Yang-Stil Taijiquan, denn sein Lehrer war Yang Chengfu. Dieser war ein Enkel des Begründers des Yang Stils. Er soll sehr talentiert, aber auch sehr dick gewesen sein. Jedenfalls nahm er viele Änderungen zum Kampfstil seiner Ahnen vor, Weiterlesen

Was ist Taijiquan?

Für mich rangiert diese Frage ungefähr auf der selben Stufe wie die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Generell: Mit Taijiquan wird eine chinesische Kampfkunst bezeichnet.  Wikipedia  gibt einen guten ersten Überblick. Dort werden auch die unterschiedlichen Stilrichtungen genannt.

Ich selbst lerne und unterrichte den Stil von Huang Sheng Shyan (Master Huang), der wiederum ein Schüler des im Westen bekannteren Zheng Manqing (Cheng Man-ch’ing) war. Daher entspricht die von mir praktizierte Kurzform weitgehend der von Zheng Manqing aus dem Yang-Stil entwickelten. Weiterlesen

Wieso denn Quanten beim Taijiquan?

Ich liebe das Wort „Quanten“ aus meiner norddeutschen Kindheit. „Nimm mal Deine Quanten da weg.“, hieß es, wenn die Füße im Weg waren.

Inzwischen sind die Quanten aus und die gleichnamige Physik in aller Munde. Ihr Verhalten passt zum Zeitgeist: Je nach Betrachtung zeigen sie sich als Materie oder Welle. Diese Quanten sind nicht so eindeutig wie die Füße, aber nicht minder spannend.

Einige Forscher meinen inzwischen, das, was die Chinesen vor ewigen Zeiten als Qi bezeichneten, sei möglicherweise dasselbe, was die Physiker heute als Quanten untersuchen. Warum nicht? Immerhin stimmt schon mal der Anfangsbuchstabe überein…

Wie dem auch sei: Für mich passen Quanten und Taijiquan hervorragend zusammen. Auf der rein körperlichen Ebene, denn Taijiquan hat viel mit den Füßen zu tun. Mit Stehen, Standpunkt, Schritten, auch Tritten. Und Schuhen… Aber auch unter dem Aspekt, dass der Betrachter das Ergebnis (Materie oder Welle) beeinflusst. Das gehört wieder in den Bereich, der mit Worten schwer zu erklären ist. Manches muss erlebt werden, um verstanden werden zu können.

Die Erfahrungen, die im Zusammenhang mit Taijiquan gemacht werden, können auf jeden Fall Quantensprünge bewirken im Hinblick auf das Verständnis vom Selbst, dem Leben und dem Wirken. Oder wie Cheng Man Ching von Wolfe Lowenthal in seinem Buch „Es gibt keine Geheimnisse“ zitiert wird:

Dies ist kein Spiel. Um was es uns hier wirklich geht, ist das Erforschen des Dao.“