Seiki – das 1×1 der Berührung

Seiki ist die Kunst der Berührung. Äußerlich betrachtet scheint Seiki in die Kategorie Körperarbeit zu fallen. Doch Seiki reicht wesentlich weiter, geht tiefer.

Seiki ist eine absichtslose Verbindung, die Resonanz erzeugt und Energie fließen lässt.

Berührung ist nicht Anfassen

Jemanden anzufassen ist keine Besonderheit, etwas Anfassen kann jeder. Im Unterschied dazu ist etwas, das berührt, nicht notwendigerweise mit körperlichem Kontakt verbunden.

Vieles kann uns berühren: Musik, Kunstwerke oder ein Gedicht. Manchmal sind es ganz alltägliche Dinge wie ein Sonnenaufgang, Vogelgesang, ein schlafendes Kindergesicht oder Kerzenschein. Und so ist es auch mit körperlichen Berührungen: Sie können ganz banal und alltäglich sein. Oder sie können unser Innerstes berühren, uns bewegen, tief drinnen in uns wirken.

„Ein Weg ist ein Pfad oder eine Reise zum Erwachen. Die meisten von uns haben nicht geplant, ihr Zuhause für ein unbekanntes Ziel zu verlassen. Wir sind aufgebrochen, weil wir einen Blick auf etwas jenseits der Oberfläche erhascht haben. Wir folgen
diesem flüchtigen Blick und finden uns auf dem Weg wieder und können nicht umkehren. Und es wird nicht immer einfach sein und es kann manchmal einsam sein…., aber es ist nie langweilig auf diesem Weg und manchmal treffen wir Gefährten und gehen eine Weile zusammen.“

Alice Whieldon

Woher kommt Seiki?

Seiki wurde von Akinobu Kishi (1949–2012) entwickelt. Er lernte und praktizierte zunächst Shiatsu, das ist eine in Japan entwickelte Form der manuellen Therapie. Akinobu Kishi hatte einen großen Einfluss auf das Shiatsu.

Im Jahr 1980 durchlebte Kishi einen Umbruch und hörte mit Shiatsu auf. Was aus einer Periode intensiven Nachdenkens und Übens hervorging, war Seiki Sōhō (wörtl. Methode zur Regulierung des Ki) oder Seiki. Der japanische Begriff ist das Pendant zum chinesischen Qi: Lebensernergie, Atem, Dampf.

Die Hand
weich und warm in der Berührung
sich ausdehnend bis in jede Ebene, bis in den Raum
wissend, wo du Berührung brauchst
kein Zweifel, kein Zögern
besänftigend 
sie bringt ein Gefühl von Geborgenheit
und lässt das ki vom Himmel durch dich durchfließen
lockt Disharmonien aus dir heraus
– neugeboren durch Berührung

Akinobu Kishi

Während sich Shiatsu entlang der Meridianen bewegt, besteht Seiki aus eher intuitiven Berührungen.

Was ist Sei-ki?

Für den Klienten ist Sei-ki ein Angebot. Es ermöglicht ein mehr „Ich-Selbst“ werden, ein zu sich selbst werden – durch offene Aufmerksamkeit und Berührung. Eine Seiki Sitzung kann von der Dauer sehr variieren. Meist dauern sie zwischen 30 und 90 Minuten, aber es nicht vorhersehbar. Der Klient liegt und ist vollständig bekleidet, dabei ist lockere, bequeme Kleidung von Vorteil.

Mit dem Körper wird sanft Kontakt aufgenommen, es entsteht Resonanz. Energie beginnt frei zu fließen. Mein Anteil ist das Öffnen und Halten von Räumen, in denen Veränderung geschehen darf. Nicht muss. Es darf geschehen, was in diesem Moment möglich ist. Diese Option kann sehr kraftvoll und umfassend sein.

Wenn wir mit dem Leben fließen und uns selbst Raum geben,
geht es uns gut.

Wenn wir festhalten wollen was ist und versuchen Veränderungen zu verhindern, blockieren wir den freien Fluss der Energien. Genesung oder Integration wird nicht erreicht indem ein Leiden beseitigt wird, sondern indem wir es fühlen, annehmen und durch es hindurchgehen.

Dabei benötigen wir manchmal Begleitung, um uns sicher zu fühlen, wieder die eigene Mitte zu finden und in Verbindung mit uns selbst zu kommen.

Die absichtslose Berührung aus dem Herzgeist (Kokoro) ist eine Erfahrung, die sich Worten entzieht. Eine Reise der Forschung und Entdeckung in Resonanz.

Immer mehr Menschen schätzen den Wert und die Kraft des Nicht-Handelns. Möglicherweise erfahren Sie bereits in Ihrer ersten Sitzung die Ruhe und den Raum, nach denen wir uns so sehnen. Probieren Sie es aus!

Probieren Sie es aus!